Tee
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Die Geschichte des Tees

Unumstritten wird heutzutage China als Ursprungsland des Tees bezeichnet. Bereits vor 5000 Jahren v.Chr. soll dort die wohltuende Wirkung der Teeblätter bekannt gewesen sein.

Über die eigentliche Entdeckung des Tees gibt es zahlreiche Legenden.

Eine dieser Legenden führt in das Jahr 2737 v.Chr zurück, diese berichtet vom Kaiser Shen-Nung, der aus hygienischen Gründen stets abgekochtes Wasser trank.
Eines Tages wehte ein Blatt eines Teezweiges von der Kochstelle in sein noch heißes Wasser und gab ihm eine goldene Farbe. Der Kaiser probierte davon und erlebte einen wunderbar belebenden und erfrischenden Geschmack. Von dieser Stunde an war der Tee entdeckt und wurde das Getränk im "Reich der Mitte".

Zu einer verbreiteten Handelsware wurde der Tee während der glanzvollen T'ang Dynastie in China. Der Tee blieb nicht länger den gehobenen Klassen und Geistlichen vorbehalten, sondern fand Zugang zu allen Gesellschaftsschichten.
 

Tee in Europa

Die erste Teelieferung aus Japan erreichte Amsterdam im Jahr 1610 über den Seeweg. Im ganzen Europa waren die Niederländer über 50 Jahre die einzigen Tee-Importeure und versorgten somit den Kontinent. 1669 stiegen die Engländer in das Geschäft mit ein und übernahmen mit der East India Company das China-Monopol für die Teeimporte bis 1833. Da der Transport von Asien nach Europa 6 bis 12 Monate dauern konnte, litt die Qualität des Tees erheblich. Zweimal wurde auf jeder Reise der Äquator gekreuzt. Hitze und Feuchtigkeit zusammen fügten dem Aroma des Tees großen Schaden zu.

Mitte des 17. Jahrhunderts gelangte der Tee auch auf dem Landweg nach Europa. Mit Karawanen kam der Tee von Peking durch die Wüste Gobi, quer durch Sibirien bis an den Baikalsee und weiter zur Wolga. Dem „russischen“ Karawanentee wurde noch bis ins 19. Jahrhundert eine bessere Qualität nachgesagt, als dem Tee, der über den Seeweg transportiert wurde. Der Tee schmeckte oft muffig, weil er in den feuchten, geteerten und dumpf riechenden Lagerräumen der Schiffe Monate lang verweilte.

Teegenuss

In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt eine steigende Anzahl von Untersuchungen veröffentlicht, die den Inhaltsstoffen des grünen und schwarzen Tees weitreichende gesundheitsfördernde Wirkung zu schreiben.
Schwarzer Tee schützt das Herz und hilft gegen Kareis. Die schützenden Teeinhaltsstoffe des grünen Tees wirken den Haut belastenden UV-A- und UV-B-Strahlen entgegen.
Tee wirkt auf viele Arten hemmend auf die Tumorentstehung oder das Tumorwachstum.

Eine wohlschmeckende Tasse Tee kann also zur Gesundheit beitragen.

Eine Tasse Tee hilft uns in hektischen Situationen gelassener zu werden und neue Energien zu tanken.
Die Wirkung des Tees ist vom Verbraucher bis zu einem gewissen Grade steuerbar. Bereits in den ersten zwei Minuten nach dem Aufguss geben die Teeblätter fast das ganze Koffein frei. Das Koffein des Tees wirkt anders auf den menschlichen Organismus als das des Kaffees. Es wird nach und nach in unserem Körper freigesetzt und wirkt somit nicht direkt aufputschend, sondern über einen längeren Zeitraum anregend.

Teeproduktion

Die Produktion beginnt meist sofort nach der Ernte und fast immer noch am selben Ort. Obwohl vielerorts die Herstellung technisch abläuft, werden Spitzenprodukte fast ausschließlich in Handarbeit gefertigt. Es gibt zwei technische Herstellungsarten.
Zum einen die CTC-Methode, bei der das Teeblatt erst zerbrochen (crushing), dann zerrissen (tearing) und anschließend gerollt (curling) wird. So entsteht der so genannte Broken-Tee. Das LTP-Verfahren stellt eine Gewinnungsmethode mit dem Lawrie Tea Processer dar.

Grüntee wird anders verarbeitet als schwarzer Tee, wodurch die unterschiedliche Färbung und der Geschmack des Tees entsteht, obwohl sie beide vom gleichen Teeblatt abstammen.

Als erstes wird der Grüntee sorgfältig getrocknet und erhitzt. Durch das kurze Erhitzen werden Keime und Mikroorganismen abgetötet und so das Fermentieren verhindert, was für die Herstellung von grünem Tee entscheidend ist. Anschließend werden die Blätter unterschiedlich stark und nach verschiedenen Methoden gerollt.

Schwarzer Tee durchläuft fünf Verarbeitungsschritte. Zuerst erfolgt das Welken der Teeblätter, das heißt die Entziehung von Feuchtigkeit, um sie für das anschließende Rollen weich zu machen. Die Fermentation und die Entwicklung ätherischer Öle beginnen mit dem Rollen. Die richtige und sorgfältige Fermentation ist maßgebend für die Qualität des fertigen Tees. Um kleinere Blattgrade zu erreichen, werden die Blätter mehr als einmal gerollt. Umgekehrt bewirkt kürzeres Rollen größere Bestandteile.

Nun folgt das Sieben, bei der feinere Blätter von den gröberen in Rüttelsieben getrennt werden. Es wird nochmals ein Roll- und Siebvorgang durchgeführt, um den Schwarztee abschließend nach verschiedenen Blattgrößen zu sortieren.