Aromatisierter Tee
Schwarze oder grüne
Tees, denen ein zusätzliches Aroma durch Beigabe von natürlichen oder
naturidentischen Aromastoffen, sowie Fruchtstückchen, Blüten oder
Gewürzen gegeben wird.
Ätherische
Öle
Natürliche
Bestandteile im Tee geben ihm seinen spezifischen Duft und sein
spezielles Aroma. Im erkalteten Tee häufig als Oberflächenfilm sichtbar,
bedeutet aber keine Qualitätsminderung.
Bestandteile
Die wichtigsten
Bestandteile im Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Im Tee wirken
diese beiden Bestandteile in besonderer Weise zusammen und sorgen für
eine sanft ansteigende, lang anhaltende und allmählich ausklingende
Belebung. Außerdem enthält Tee ätherische Öle, Fluor, Kalium, Theophylin
und Theobromin.
Blatt-Tee
Die ungebrochenen,
ganzblättrigen Sortierungen. Bei den Blatt-Tees sind besonders
Darjeelings wegen ihres zart duftenden Aromas begehrt.
Broken Tee
Kleinblättrige
Sortierung. Während des Rollvorgangs bei der Produktion werden die
Blätter zwischen rotierenden Metallplatten zerrieben. Broken Tees sind
naturgemäß ergiebiger als Blatt-Tees und ziehen schneller.
Doppelwirkung
Eine Besonderheit der
schwarzen und grünen Tees ist es, dass neben dem Genuss die
Hauptbestandteile (Koffein und Gerbstoffe) in einer einzigartigen
Interaktion zweifach auf den Organismus wirkt, und zwar belebend auf das
zentrale Nervensystem und gleichzeitig beruhigend und wohltuend auf den
Verdauungstrakt.
Eistee
Ein köstliches
Erfrischungsgetränk kein kalter Tee! Kochend heißen, dreifach stark
zubereiteten, mit Zitronensaft und Zucker abgeschmeckten Tee in Gläser
gießen, die zu 2/3 mit Eiswürfeln gefüllt sind und kräftig umrühren.
Fermentation
Ein wesentlicher
Vorgang bei der Tee-Produktion. Durch den Kontakt mit Sauerstoff
oxidiert der Zellsaft des Blattguts, das sich langsam von dunkelgrün bis
kupferrot färbt. In dieser kritischen Phase werden alle Wirkstoffe
aktiviert und der Vorgang muss genau auf dem Punkt unterbrochen werden,
damit der Tee gelingt.
Fluor
Das in allen Schwarz-
und Grünteesorten vorhandene Fluor hat nachweislich eine karieshemmende
Wirkung. Bereits 5 Tassen Tee amTag stellen eine wirksame
Kariesprophylaxe dar.
Gerbstoffe/Tanine
Wichtiger Bestandteil
im Tee, der für den herben Geschmack sorgt. Die Gerbstoffe üben eine
beruhigende und stabilisierende Wirkung auf die Schleimhäute des
Magen-Darm-Traktes aus. Schwarzer Tee wird daher häufig zur Linderung
eines verdorbenen Magens empfohlen. Je länger die Ziehzeit, desto größer
der Gehalt an Gerbstoffen/Bitterstoffen.
Gesundheit
Der Genuss von
schwarzem Tee reduziert nachweislich Karies, zerstört Bakterien und
Viren, bekämpft Infektionen, wirkt blutdrucksenkend und schützt vor
koronaren Herzerkrankungen, kräftigt die Kapillaren, verzögert
Arteriosklerose und hat antioxidierende Eigenschaften, die Schäden von
„freien Radikalen“ entgegenwirken.
High grown
Auch "medium grown" und "low grown". Englische Fachbezeichnung für Tees
aus den Hochlagen über 1300m, aus den mittleren Höhenlagen (650 - 1300
m) und darunter. Je höher die Lage, desto feiner der Tee.
Koffein
Im schwarzen Tee ist das Koffein an Gerbsäure gebunden und wirkt anders
als beim Kaffee direkt auf das zentrale Nervensystem, wobei es die
körperliche und geistige leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigert
und gleichzeitig ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugt.
Orthodoxe
Produktion
Die herkömmliche Produktionsmethode, die jede gewünschte Art von
Blattgrad liefert. Die einzelnen Arbeitsgänge sind: Welken, Rollen,
Fermentieren, Trocknen und Sortieren, d. h. Aussieben in Blattgrößen.
Patina
Nach längerem Gebrauch setzt sich Patina in der Teekanne ab. Die Patina
beeinträchtigt den Geschmack des Tees nicht und muss nicht entfernt
werden. Die Kanne, am besten aus Porzellan, sollte lediglich vor und
nach Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült werden. Spülmittel gehören
niemals in die Teekanne.
Qualität
Die Qualität eines Tees hängt in erster Linie von Faktoren wie
Anbaugebiet, Erntezeit, Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit,
Pflücksorgfalt und Verarbeitung ab. Letztlich ist aber der individuelle
Geschmack des Verbrauchers entscheidend.
Rückstandskontrolle
Rückstandskontrollen beim Tee erfolgen auf Veranlassung des
Tee-Verbandes, Hamburg, beim Botanischen Staatsinstitut der Universität
Hamburg. Dr. Buchholz, wissenschaftlicher Betreuer: „Teeaufgüsse können
als vollkommen unbedenklich bezeichnet werden.“
Second Flush,
First Flush
In Nordindien Tees der 1., d. h. der Sommerpflückung. Besonders begehrt
sind Second Flush, Darjeelings, die im Aroma kräftiger und vollmundiger
sind als der First Flush, wenn auch nicht so duftig.
Wirkung
Tee, der nur kurz gezogen hat, wirkt stimulierend auf das zentrale
Nervensystem. Tee, der länger gezogen hat, wirkt durch den höheren
Gerbstoffanteil außerdem beruhigend auf den Verdauungstrakt. Sein
Theophylin regt das Nervensystem in einer für das Herz wohltuenden Weise
an und sorgt dafür, dass er entwässernd wirkt (ideales Getränk bei
Diäten).
Zucker
Zucker bzw. Kandis runden das Aroma des Tees elegant ab.